Das igw Schweiz ist ein Tochterinstitut des Instituts für Integrative Gestalttherapie Würzburg (IGW). Es ist eines der ältesten und grössten Gestaltinstitute Europas. Die Wurzeln der Gestalttherapie sind für uns eine unerschöpfliche Quelle, die uns Kraft und Orientierung gibt. Wir blicken auf einen Weg zurück, der uns in Kontakt mit vielen Menschen und Ländern geführt hat und freuen uns auf Neues. Es ist unser Anliegen, diese Verbindung aus Tradition und Innovation sowie die Breite der Anwendbarkeit der Gestalttherapie in den curricularen Angeboten darzustellen, zu verwirklichen und fortzuführen.

INTEGRATIVE ­GESTALT­THERAPIE

Wurzeln

Die philosophischen Wurzeln sind außer in der Psychoanalyse hauptsächlich im Existenzialismus, in der Theorie der menschlichen Begegnung von Martin Buber, der Phänomenologie, der Gestaltpsychologie, dem Taoismus und dem Zen zu suchen. Neben dem Gespräch werden auch Elemente des psychodramatischen Rollenspiels, kreative Medien, Bewegung und Körperausdruck eingesetzt. Der Mensch wird als Individuum mit seiner Lebensgeschichte wie auch in Interaktion mit einem sozialen Feld und den gesellschaftlichen Bedingungen als Hintergrund seiner aktuellen Situation gesehen.

Methodik

Das Geschehen in der Gestalttherapie ist eine lebendige Interaktion zwischen Patient*in/Klient*in und Therapeut*in bzw. Berater*in. Als wichtigstes Instrument setzen Gestalttherapeut*innen dabei sich selbst, ihre Wahrnehmung, ihre Wirkung im Sinne eines bewussten systemischen Regelkreisdenkens ein. Entscheidend für die Wirkung der Gestalttherapie ist die dialogische Haltung der Gestalttherapeut*innen. Sie treten den Patient*in/Klient*in nicht als überlegene Expert*innen gegenüber sondern begegnen ihnen vielmehr als persönlich erkennbare, verständnisvolle Menschen, die sie mit Interesse und Engagement begleiten.

Anwendungsfelder

Die Gestalttherapie arbeitet sowohl konfliktaufdeckend, stützend, ressourcenfördernd, bewusstheits- als auch als auch körperorientiert, womit sie für eine Vielzahl von Störungen geeignet ist. So wird sie bei affektiven, psychosomatischen und frühen Störungen ebenso eingesetzt wie bei Erkrankungen aus dem psychotischen Formenkreis. Der Gestaltansatz wird in unterschiedlichsten Berufsfeldern angewendet, in Institutionen der psychosozialen Versorgung, in ambulanten und stationären psychiatrischen Einrichtungen, in psychotherapeutischen Praxen, Einrichtungen der Suchttherapie, schulpsychologischen Diensten, Beratungsstellen, in Supervision und Coaching, Organisationsentwicklung, in der Seelsorge, Sozialarbeit und Pädagogik, in der Arbeit mit Teams und Organisationen im Profit- und Non-Profit-Bereich – um aus dem Reigen nur einige herauszugreifen.

Informations- und Auswahlseminar

DAS IGW INFORMATIONS- UND
AUSWAHLSEMINAR

In unseren Informations- und Auswahlseminaren können sich Interessent*innen über die verschiedenen Fort- bzw. Weiterbildungsgänge am Institut für igw Schweiz im Detail informieren.

Weiterbildung in Klinischer Gestalttherapie (4 Jahre)
Die Weiterbildung in Klinischer Gestalttherapie am igw Schweiz ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) akkreditiert und führt zum Abschluss als eidgenössisch anerkannte*r Psychotherapeut*in. Das Curriculum entspricht auch den Weiterbildungsrichtlinien der FSP (Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen), der SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie) und erfüllt die Anforderungen der FMH für Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz.

Weiterbildung in Gestaltberatung (3 optional 4 Jahre)
Diese Weiterbildung ist von der schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB) anerkannt. Weiterbildungsteilnehmer*innen, die diese Weiterbildung absolviert haben, sind ab sofort berechtigt, den Fachtitel «Berater*in SGfB» zu beantragen.

Fortbildung in Gestalttherapie «Der Gestalt-Ansatz» (2 Jahre)
Die Fortbildung in Gestalttherapie dient zum Kennenlernen der Gestalttherapie.

Da unsere Angebote an Aus- und Fortbildungen über einen längeren Zeitraum hinweg stattfinden, ist es uns wichtig, dass Interessent*innen uns und unsere Trainer*innen kennenlernen. Innerhalb eines Informations- und Auswahlseminars wird, neben sachlicher Information und ersten theoretischen Hinweisen, Raum für Wahrnehmungs- und Fantasieübungen, Einzelarbeiten oder Facetten des Gruppenkontakts gegeben. Die Teilnehmer*innen können sich daher theoretisch und praktisch einen Eindruck von der angebotenen Gestalt-Weiterbildung verschaffen. Außerdem geben wir Gelegenheit, die sich konstituierende Ausbildungsgruppe kennen zu lernen, wie auch die Trainerin und den Trainer, die die Gruppe durch den gesamten Weiterbildungsgang begleiten werden.

Die Dauer der Informations- und Auswahlseminare hängt von der Teilnehmerzahl ab. Die Kosten belaufen sich zwischen 348.– SFr. und 450.– SFr. ohne Unterkunft/Verpflegung.

WEITER ZU DEN TERMINEN

Weiterbildung

BERUFSBEGLEITENDE WEITERBILDUNG IN GESTALTTHERAPIE

Die Weiterbildungsangebote sind berufsbegleitend und finden vorwiegend an über das Jahr verteilten Wochenenden statt. Diese richten sich an Teilnehmer*innen, die eine Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenz bzw. eine fachliche Spezialisierung anstreben. Formal handelt es sich um Weiterbildungen, die auf einer vorherigen Berufsausbildung aufbauen.

Das Weiterbildungsjahr beginnt jeweils im September/Oktober eines Jahres und läuft bis Juni/Juli des darauffolgenden Jahres. Allen Weiterbildungsgängen des IGW ist ein Informations- und Auswahlseminar vorgeschaltet, bei dem Gelegenheit besteht, die jeweiligen Gruppenleiter*innen und deren Arbeitsweise kennen zu lernen.

Das igw Schweiz ist Kollektivmitglied der SGfB (Schweizerische Gesellschaft für Beratung). Unser Weiterbildungsangebot ist laut Beschluss vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt für die subjektorientierte Finanzierung.
MEHR INFORMATIONEN

Weiterbildungsteilnehmende, die die Weiterbildung Gestaltberatung (3 bzw. 4 Jahre) absolviert haben, können den Fachtitel «Beraterin SGfB» beantragen. Für Weiterbildungsteilnehmer*innen des Zweiges «Weiterbildung in Gestalttherapie – Schwerpunkt Gestaltberatung» besteht die Möglichkeit, der SGfB als «Mitglied in Ausbildung» beizutreten.

MEHR INFOS ZUR WEITER- UND FORTBILDUNG IN DER SCHWEIZ

Kompakttraining

DAS IGW KOMPAKTTRAINING FÜR
INTEGRATIVE GESTALTTHERAPIE

Das Kompakttraining knüpft ideell an die früher praktizierten Gestalt-Kibbuzim an und wurde am Institut für Integrative Gestalttherapie Würzburg (IGW) zu einer zeitgemäßen Form der intensiven und selbsterfahrungsorientierten Weiterbildung in Integrativer Gestalttherapie entwickelt. Die Teilnahme am Kompakttraining ist grundlegender Bestandteil aller mehrjährigen IGW-Ausbildungen.

Im Kompakttraining werden unterschiedliche Stilrichtungen der Gestalttherapie vermittelt und erfahrbar gemacht, ebenso Erweiterungen und Verknüpfungen von Gestalttherapie mit verschiedenen Formen von Körpertherapien und anderen therapeutischen Richtungen. Die Trainer*innen kommen aus Europa, den USA und Kanada.

Im Unterschied zum sonstigen Lehrprogramm finden die Seminare eingebunden in eine größere Gruppe von Weiterbildungsteilnehmer*innen aus verschiedenen Jahrgängen und aus mehreren Ländern statt. Das Kompakttraining steht auch Kolleg*innen und Gästen anderer Therapierichtungen als Weiterbildungsmöglichkeit offen.

Das Kompakttraining ist von der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten als Fortbildung anerkannt.

WEITER ZUM KOMPAKTTRAINING AM IGW DEUTSCHLAND

GestaltAkademie

DIE IGW GESTALTAKADEMIE

Die GestaltAkademie ergänzt in Seminaren die fortlaufenden Weiterbildungsangebote unseres Instituts um einmalige Wochenend-Workshops und Fortbildungsreihen mit mehreren Modulen. Diese richten sich sowohl an Teilnehmer*innen unserer Weiterbildungslehrgänge als auch an andere Kolleg*innen, die sich für die Ansätze und Methoden der Gestalttherapie interessieren oder ihr Wissen vertiefen und ausbauen wollen. Die Veranstaltungen sind SGPP anerkannt, wodurch SGPP-Credits erworben werden können.

MEHR INFOS ZUR GESTALTAKADEMIE AM IGW DEUTSCHLAND

9.–11.10.2020:
FACHTAGUNG
IGW und GestaltAkademie Südtirol

In the year 2525 when psychotherapy is still alive



Wie entwickelt sich die Gestalttherapie in der sich ständig verändernden Welt? Vergeht die Zeit immer schneller? War früher alles besser? Was wissen wir über die moderne Empathieforschung? Und wird Ästhetik eine Rolle spielen? Zu diesen und vielen anderen Fragen haben wir interessante Experten geladen, die uns in Vorträgen und Workshops neue Erkenntnisse und Anregungen zum Weiterdenken und Diskutieren bieten. Wir laden Sie ein, dabei zu sein. Melden Sie sich jetzt an.

MEHR INFOS ZUM PROGRAMM

Das igw Schweiz ist akkreditiert!

Die Weiterbildung in Klinischer Gestalttherapie am igw Schweiz ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) akkreditiert. Die Weiterbildung führt zum Abschluss als eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/in. Das Curriculum entspricht auch den Weiterbildungsrichtlinien der FSP (Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen) und der SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie).

Das igw Schweiz ist Kollektivmitglied der SGfB (Schweizerische Gesellschaft für Beratung).
Unser Weiterbildungsangebot ist laut Beschluss vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt für die subjektorientierte Finanzierung.
MEHR INFORMATIONEN

Weiterbildungsteilnehmende, die die Weiterbildung Gestaltberatung (3 optional 4 Jahre) absolviert haben, können den Fachtitel «Beraterin SGfB» beantragen. Für Weiterbildungsteilnehmer*innen des Zweiges «Weiterbildung in Gestalttherapie – Schwerpunkt Gestaltberatung» besteht die Möglichkeit, der SGfB als «Mitglied in Ausbildung» beizutreten.

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DIE IGW BUCHREIHE

Die Institute IGW, IGW Schweiz und IGWien sind stolz darauf, in enger Zusammenarbeit mit dem Verlag EHP eine eigene Buchreihe herauszugeben. Das Anliegen ist es, den fachlichen Diskurs von Gestalttherapeut*innen untereinander und den Austausch mit anderen Fachrichtungen, anzuregen. Sowohl Lehrende und Graduierte der Institute als auch andere Kolleg*innen treten als Autor*innen auf.

MEHR INFOS

IGW NEWSLETTER

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